19. November [12]

Welttoilettentag der Vereinten Nationen. Die Toiletten dieser Welt schmücken sich ganz unterschiedlich. Manche schöpfen ihr Nutzungspotenzial voll aus und sind darum auch entsprechend dekoriert. Andere führen ein Schattendasein und sehen nur selten ein Gesäß. So ist die Nutzungswahrscheinlichkeit ungleich verteilt und spiegelt wohl das wider, was in dieser Welt noch fehlt: ein gerechter und gleichverteilter Gebrauch aller stillen Örtchen. Die Verehrung des Klosetts in all seinen Facetten wäre ein gangbarer Weg, um diesem Wunschtraum näherzukommen. Für eine Weltreligion des achtsamen Wasserlassens! Preiset das Klo!

Jean-Pierre Meunier ist durch die Hauptstädte dieser Welt getingelt und schickt uns mit diesem Bild einen Gruß von einem hochfrequentierten Örtchen. Potenzial voll ausgeschöpft (potentiel pleinement exploité).

Der Knopf zum Hyperraum

Die Rechtsdrehende Hyperraumschnecke (Hyperchoros cyclopshelidans) ist ein seltenes, doch bekanntes Phänomen. Oftmals lässt sich ihre flüchtige Anwesenheit nur über ihre Hinterlassenschaften nachweisen. Nun ist es Paul Alfred Müller, dem international geschätzten Hyperchorologen aus Rinteln gelungen, den Zugang zu der verborgenen Welt zu entdecken und für uns weniger umtriebige, interessierten Laien durch eine Fotografie erfahrbar zu machen. Eine Premiere! Der Knopf zum Hyperraum kurz vor seinem Verblassen! Hyperchoros cyclopshelidans ist da längst weg.

Nahaufnahme mit freundlicher Genehmigung von Paul Alfred Müller aus Rinteln

Nudelsalat im Kopf

Jean-Pierre Meunier hat mit KI gespielt. Das hat ihm sehr viel Freude bereitet und so schickt er uns ein Werk aus dem fernen Frankreich, das seines Erachtens den Zustand der Welt vollumfänglich widerspiegelt. Früher sangen sich Pilze noch etwas vor, heute herrscht Salade de pâtes en tête.

Der Zustand der Welt, gesehen durch die Augen von Jean-Pierre Meunier und interpretiert durch das Hirn einer KI. Salade de pâtes en tête 2025.

Wenn sich zwei halbe Seitlinge gegenseitig etwas vorsingen

Zu lange hat man aus dem fernen Frankreich nichts mehr gehört. Doch jetzt ist Jean-Paul Meunier mit einer spektakulären Kunstinstallation zurück. Er nennt sein Werk: Wenn sich zwei halbe Seitlinge gegenseitig Gute Nacht sagen.* Und er bezieht sich dabei explizit auf den Zustand der Welt. Selten konnte Hinternfort ein so ganzheitliches Werk dieses Ausnahmekünstlers präsentieren.

Der Urheber Jean-Pierre Meunier nennt diese bedeutungsgeladene Installation: Wenn sich zwei halbe Seitlinge griesgrämig unterhalten

*bei den verwfremdeten Pilzart handelt es sich um den Braunen Kräuter-Seitling (Pleurotus eryngii) aus der Familie der Seitlingsverwandten.

19. November [8]

Welttoilettentag der Vereinten Nationen. Weiter geht der wilde Ritt auf den Toilettenschüsseln dieses Erdenballs. Und weiter geht auch die Missachtung dieses höchsten Kulturgutes. Jean-Pierre Meunier hat seiner Meinung dazu Luft gemacht und schickt uns das Lichtbild einer Installation, die Bedeutung und Gewaltigkeit dieser unglaublichen Kulturleistung verdeutlichen soll. Kniet nieder! Werft euch in den Staub aus Haaren und Hautschuppen und verharrt in Ehrfurcht vor der größten aller Erfinungen: dem Wasserklosett.

Nach Jean-Pierre Meunier sollten wir uns nur aus dieser Perspektive und in Demut jedem Klosett nähern.

Der Rattenkönig von Rüdershausen

In einem kleinen Naturkundemuseum (irgendwo im Nirgendwo), das mittlerweile in dieser Form nicht mehr existiert, konnte Paul Alfred Müller am 6. September 2014 Interessantes entdecken. Pflichtgemäß lichtete er es ab und verstaute es in seinem digitalen Archiv. Durch unvorhergesehene Bergungsarbeiten, stolperte er an diesem Neujahrstag wieder darüber und es scheint ihm genau in die heutige Zeit zu passen. Er hat seine Fotografien mit großer Freude und unentgeldlich hinternfort zur Verfügung gestellt und wir präsentieren es mit eben genau jener an dieser Stelle. Der geneigte Leser soll sich nun sein eigenes Urteil bilden.

Röntgenaufnahmen des Rattenkönigs von Rüdershausen

Kot einer Hyperraumschnecke

Nach dem Backen trifft man hin und wieder auf Hinterlassenschaften aus flackernder Raumzeit. Wer Hyperchoros cyclopshelidans nicht kennt, wird ihre seltsam konturierten Rückstände nicht recht einzuordnen wissen, doch schon der Novize unter den Hyperchorologen weiß schnell, was er da vor sich hat.

Paul Alfred Müller – ein ausgesprochener Fachmann für hyperräumliche und hyperraumähnliche Fauna – hat mal wieder gebacken. Und es hat sich gewaschen, was er uns da aus Rinteln abgelichtet zusendet: es ist nichts weniger, als eine Sensation! H. cyclohelidans macht Absicht? Oder doch reinen Zufall!? Selbst Paul Alfred Müller ist hier ratlos.