25. Mai [2]

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Kunstwickel eines Unbekannten. Die verzierte Magnolie wirkt gelöst.

Welttag des Handtuchs. Der urbane Raum wird per definitionem vom Menschen gestaltet. In kleineren Städten ist seit einiger Zeit ein Phänomen zu beobachten, dass sich mit dem Begriff Urban Towel Art umschreiben lässt. Die Kunst ein Handtuch zu wickeln, findet hier unter jungen Künstlern immer mehr Verbreitung. Ob Baumstämme, Laternenpfähle, stählerne Tore oder ähnliche Einrichtungsgegenstände des öffentlichen Raums, nichts vermag sich dem Zugriff der jungen Handtuchavantgarde zu widersetzen.

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Kniffliger Torhängwickel von Sling N. Sief, einem führenden Urban Towelist.

Behänd wird das Textil geschlungen und schon zeugt ein bunter Fleck im Stadtbild vom unbändigen Gestaltungsdrang der Jugend. Dem betagten Betrachter bleibt die unterschwellige Botschaft dieser hingeklecksten Kunstwerke meist verschlossen, doch sollen schon Wickler älteren Semesters gesichtet worden sein.

So treiben die vorwärts drängenden Heißsporne ihr heiteres Spiel und dem Betrachter steht ein wohlwollendes Staunen gut an, vor diesem munteren Reigen.

2 Gedanken zu „25. Mai [2]“

  1. Dieses Jahr ein später Tuchfund! Den Drahtesel reitend knüllte es mitten auf der Straße. Ich hob es auf. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf! Welch ein Juwel! Mit dem Schöpfungsdrang eines Beseelten schuf ich ein kleines Meisterwerk. Lenz goes Urban Towel Art!

    Fundtuch2016

  2. Großartig, Jungs! Wieder ein kleiner Juwel aus dem Schatzkistlein des unbekannten Wissens. Muss ich gleich mal die Augen offenbarten, ob es in unserer Gemeinde auch solche umtriebigen Kunstschaffenden gibt.

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