25. Mai [6]

Welttag des Handtuchs. Das Handtuch, um sich den Körper zu bedecken, ist seit Urzeiten ein geläufiger Ansatz. Zum heutigen Welthandtuchtag sollen hier einige einfache Grundregeln vorgestellt werden, die das Tragen dieses weitgereisten Textils für Frau, Mann und Kind zu einer behaglichen Erfahrung werden lassen:

(1) Schwinge das Handtuch stets weit ausholend mit der goldenen Abstandsregel (1,5 m zu anderen Personen). Damit erreichst du maximale Flauschgeschwindigkeit beim so genannten perky swing-by.
(2) Der Körper sollte gründlich mindestens 30 Sekunden lang und mit viel Seife gewaschen worden sein, bevor (1) in Kraft treten kann, es sei denn
(3) [a] man muss niesen, [b] es ist Vermummung geboten, [c] weder (2) noch (3)
(4) Die Toiletten dürfen nur einzeln betreten werden.
(5) Trage stets ein Handtuch bei dir, denn ein Handtuch, sagt man, ist so ziemlich das Nützlichste, das ein Anhalter auf Weltraumreisen bei sich haben kann.

De nouveau bâtiment – pièce X

6. August 2020 Produktion wieder angelaufen. Bild eingefügt. Zweite Welle rollt.

Aufgrund eines Versorgungsengpasses in der Produktion ist der momentane Nachschub an angemessen stimulierendem Bildmaterial nicht möglich. An dieser Stelle sollte eigentlich ein Einblick in die Inneneinrichtung eines Pandemie-Überdauerrungshauses gewährt werden. Es wird nachgeliefert, sobald die Produktion wieder anläuft.

Der schönste Beginn einer Pandemie, den wir jemals erlebt haben

Unter literweise Sonnenschein arbeitet ein Heer von Heimoffizieren für den eigenen Arbeitsplatzerhalt. Immunitäts-Neid ist noch nicht virulent, denn bald sind weltweit alle Staatsgebiete abgeriegelt. Es ist alles Risikogebiet und drückt den sonnengebräunten Konsumenten ins ausgelastete Netz. Wir liebt uns und ist Menschheit. Es vermisst uns.

Wenn der Nachbar sein gesamtes Staatsgebiet abriegelt

Hinternfort erklärt sich selbst zum Hilfsanker in Zeiten erblühender Sperrzonen. Sollten wir in naher Zukunft ebenfalls in unseren Behausungen auf uns selbst zurückgeworfen sein, öffnet sich das weite Internet für vielfältige Betrachtungen und fruchtbarster intellektueller Austausch wird rasch um sich greifen. Eine Tsunami gegenseitige Wertschätzung wird digital durch die globalen Wohnzimmer schwappen und Hass und Häme fortspülen. Die durch Quarantäne entkörperlichte Gemeinschaft wird sich als eins begreifen lernen. Freut Euch auf den Sommer, wenn wir allesamt wieder über saftig bunte Blumenwiesen tanzen können.

Nationaler palindromischer Kalendertag (NPK)

Dieses Wochenende ist es soweit, in Deutschland darf gefeiert werden. Es ist der Nationale Palindromische Kalendertag, der uns am Sonntag – so wir denn wollen – in einen wilden Freudentaumel stürzen kann. Was ist so besonderes an diesem Tag, wird sich der kundige Hinternfortler fragen. Es ist der 2. Februar 2020 bzw. der 02.02.2020. Nun lese man dieses Datum rückwärts: 0202.20.20. Sapperlot! Forwärts und rückwärts gleich! Das darf man gerne feiern (aber nur in Deutschland).

Hiermit verkündet Hinternfort, dass palindromische Kalendertage (PK) zu nationalen Feiertagen erklärt werden. Der PK steht in seiner formvollendeten Symmetrie für die Ordnungsliebe, die der Seele des Deutschen stets innewohnt und sie zärtlich in all ihren Spielarten durchwirkt und für die das deutsche Volk weltweit geachtet und geschätzt wird. Insofern ist es nur folgerichtig, wenn der PK zum nationalen Feiertag erhoben wird und zwar zum außerordentlichen und mit allem Tamtam.

Übrigens! Dank wochenlanger Recherche und eines kleinen R-Programms (weiter unten), hat Hinternfort herausgefunden, dass der letzte Nationale Palindromische Kalendertag bereits einige Jahre zurückliegt. Es war der 21.02.2012. Den nächsten PK können wir dann schon für den 12.02.2021 ankündigen, gefolgt vom 22.02.2022. Danach ist allerdings bis zum 03.02.2030 erstmal wieder Ruhe im Karton. Leider, leider …

Hinter einer Tür – Zukunft trifft Vergangenheit

Lenz drückte sich neulich in einem altehrwürdigen Gebäude rum und kam an eine Tür. Die war interessant behangen und so dachte sich Lenz, dass man da mal dahinterlugen könnte. Gedacht, gemacht und die Klinke gedrückt: Offen! Lenz fand alte Schränke und einen seltsamen, betagten Wagen. Den möchte Lenz dem geneigten Leser nicht vorenthalten. Wer dieses Gefährt wohl schon alles gelenkt haben mag?

Torfbrot und Rehbrett erkEnnen an – Die Elementarzelle

Torfbrot und Rehbrett machen Klassiker wieder salonfähig. Die Elementarzelle war bei seiner Uraufführung am 17. Januar 2003 schon aus der Zeit gefallen. Die Überlebenden müssen nach 17 Jahren immer noch damit zurechtkommen lernen. Ein abschließendes Urteil zu diesem … Ding … kann sich letztlich nur Kubus Kubitus höchstselbst erlauben.