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Schnee im April

Lenz schlendert durch die Stadt und begegnet lauter Leuten, die in eine Richtung strömen. Lenz weiß nicht genau wie er die Szene zu deuten hat und geht in die entgegengesetzte Richtung davon. Eine Verfernmündlichung des Flatu erscheint ihm hier unangemessen.

Aus den unbekannten Tiefen dieser Welt

Die wuchtige Eichhornfeste Wehrnusshausen, in der Paul Alfred Müller vermutlich bis heute festgehalten wird
Zum neuen Jahr erreicht uns das Foto eines kleinen zoologischen Leckerbissens von Paul Alfred Müller aus Rinteln. Es ist ihm in einer waghalsigen Nacht- und Nebelaktion gelungen zur legendären Eichhornfeste Wehrnusshausen vorzudringen, deren Existenz bisher reine Spekulations seitens einiger Privatgelehrter war. Dort kam es zu der sensationellen Aufnahme, kurz bevor unser geliebter Naturfotograf von den Betreibern der Anlage festgesetzt wurde. Seinem introvertierten, nagerähnlichen Praktikanten gelang mit dem fotografischen Nachweis im letzten Moment und schwer verletzt die Flucht. Von unserem einzigartigen Helden Paul Alfred Müller fehlt seitdem jegliche Spur. Hoffen wir, dass die Kultur der Hauseigentümer wirklich so hoch entwickelt ist wie er bis zuletzt behauptete.

Stahlpfahl im Stamm

 

Stahlpfahl in Stamm
Stahlpfahl steht stramm,
steht stramm im Stamm.
Zärtlich umfasst, eisern umschlungen
hart eingepasst, tief eingedrungen.
Der Stahl steht,
der Pfahl steht,
steht stramm im Stamm.

De nouveau bâtiment – pièce G

pièce G
Eines ist gewiss. Das ungebändigte Leben verschlingt über kurz oder lang alles Menschengemachte. Verleibt es sich ein. Zermampft die liebevoll hingeklotzte Behaglichkeit. Besonders in Äquatornähe geht dieses Phänomen mit einer Rasanz zu Werke, dass es dem mitteleuropäischen Sesselpupisten hinternfort ganz schwindelig werden kann.

De nouveau bâtiment – pièce O

pièce O
Der hervorquellende Knubbeligkeit als stilgebendes Element begegnet man nur selten. Ist sie aber in Mörtel und Beton gegossen, dann offenbart sich voll umfänglich ihre abschreckende Wirkung. Nicht im ästhetischen Sinne, nein. Vielmehr wird es kein feindlicher Soldat wagen in diese optische Trutzburg einzudringen, seien die Bewohner noch so unbewaffnet und ehrlich grundpazifistisch. Viel zu abweisend starrt uns diese Fassade entgegen. Ein Meisterwerk der psychologischen Kriegsführung!