Schlagwort-Archive: Schichtung

Leben im Neuen Land

Wir supporten individuelle Zeitungsinserate gerne noch einmal zum Nachlesen hinternfort. Bei Neufund oder Bedarf wenden Sie sich vertrauensvoll an einen unserer Chefstrategen (Flatu oder Lenz).

De nouveau bâtiment – pièce P

pièce P
„Komm, kleiner Steigermann! Eile flugs die Fassade hinauf und ergötze dich an buntgefliestem Untergrund. Es wird dein Schaden nicht sein.“ So dichtete einst der längst vergessene, ungarschweizerische Dichterfürst Pädu Grverschtsch und was soll man sagen? Er hat vollkommen recht behalten. Schließlich fügte er noch mit einem zwinkernden Augenschmunzeln hinzu: „Immer Obacht bei der Fliesenglätte!“

Absolut Altersboule

Altersboule
Ruhig eine Kugel werfen. Eine andere Kugel stoßen oder schieben. Oder lieben? Boule. Bekannt für seine alten Herren und auch ein Bild für die Wichtigkeit des Stoßens. Worum geht es denn? Um die eigene Kugel zur richtigen Zeit am richtigen Ort. So ist das. Anders darf das auch gar nicht sein. Maßvolle Bewegung in Sprotzzwischenräumen.
Will man mehr vom Leben als hinternfort am Strand alterszuboulen? Sicher nicht. Zumindest niemand, der nicht gerade schlau wäre. Wenn, ja wenn nur wenn!

De nouveau bâtiment – pièce A

pièce A
Schließlich bleiben Bröckchen und Krümelchen. Muss man mal aufräumen …

Nachspeisenstratigraphie

Nach ein paar Gläsern Rotwein und nach gelungener Teilverspeisung eines recht eigensinnigen Gaumenkitzels, fiel es Flatu und Lenz wie Schuppen von den Augen. Einer solchen Schichtung muss im Laufe der Erdgeschichte Sonderbares wiederfahren sein. Nur was?
Nachspeisenstratigraphie
Die Platte bricht und kippt ab.
Soweit klar.
Doch dann? Wie kam die gut erkennbare, orthognole Verdriftung zustande?
Eine unbeteiligte Fußgängerin fand die enthusiastisch rätselnden Freizeitstratigraphen über ihr Studienobjekt gebeugt und lieferte auch prompt die richtige Antwort.

Erst Aufwölbung, dann Abbruch, mit anschließender Verdriftung.

Freude der Rätselnden gefolgt von überschwänglichem Gratulationismus. So knifflig kann Nachspeisenstratigraphie mitunter sein. Frauen wissen solch harte Nüssen sowieso und immer besser zu knacken. Wir dreibeinigen Herrscher in unserer unbekümmert weißlichen Selbstverliebheit müssen uns da gar nichts vormachen.

Durch die Landschaft schweben

§ (1) Der in ein Flugzeug steigt, weiß nicht, was reisen ist. Allenfalls gewinnt er einen Eindruck von den Begebenheiten an einem anderen Ort. Fliegen ist heute die unbequeme Vorform des Raumschlupfes.
§ (2) Der in ein Auto steigt, ahnt nicht, was reisen ist. Allenfalls gewinnt er einen Eindruck von der Distanz zwischen zwei Orten. Es ist die bequeme Endform des Althergebrachten.
§ (3) Der auf ein Fahrrad steigt, schwebt durch die Landschaft. Allenfalls gewinnt er einen Eindruck davon, was Distanz ist. Er weiß, was auf der Strecke lag.
§ (4) Der zu Fuß geht, weiß nicht, was Geschwindigkeit bedeutet. Allenfalls gewinnt er einen Eindruck vom Wegesrand. Wenn ihm etwas Besonders auffällt, bückt er sich, um es genauer zu betrachten.

In Summe (5) Vor dem Buchdruck war der Kopist. Ein Fußgänger des Wortes. Ihm folgte der Radfahrer, ein Bücherwurm, ein regelrechter Druckblattzerkauer. Dann gebaren Fernsehen und Radio den behäbigen Bleifuß mit erhöhtem Unfallrisiko. Schließlich kam das digitale Netz. Ein einziger, weltumspannender, doch allzu oft unbehaglicher Endschlupf.