Archiv der Kategorie: Wursthuberei oder die Wichtigkeit des Wurg

Nächstenliebe muss keine Floskel sein.

Torfbrot und Rehbrett erkennen an – Dienstweg

Für den eingefleischten Fan ist es kaum zu fassen: Torfbrot und Rehbrett haben ein neues Album veröffentlicht! Und was für eins! Es kommt mit dem schlichten Titel Dienstweg – Betreten verboten daher, wird die Entwicklung der internationalen Klanggeschichte aber vermutlich die kommenden Jahrzehnte prägen wie kein anderes Werk im Nachkriegsdeutschland. Torfbrot und Rehbrett haben sich selbst getroffen, um darüber zu berichten und sind immer noch sichtlich überwältigt. „Das war ja schon während der Aufnahmen ein unbeschreibliches Gefühl, aber jetzt … man kann es kaum in Worte fassen!“, so Torben Brot in einer kritischen Selbstbefragung. Auch René Brett gibt sich bescheiden: „Wie man sich mit seiner eigenen Schöpfung derart beeindrucken kann, ist mir immer noch ein Rätsel.“

Sie haben es also getan. Und es ist genau das richtige für diesen Herbst. Und für den kommenden. Und weit darüber hinaus!

Die Geister, die Lenz nicht rief

Lenz läuft an einem Gotteshaus vorbei und hätte die Anomalie fast nicht wahrgenommen. Doch seinem übertriebenen Aufmerksamkeit entgeht nicht viel. Er macht einen Schnappschuss und will sich das Abgelichtete noch einmal näher ansehen. Doch! Es ist verschwunden. Unangenehm metaphysisch berührt verfernmündlicht er Flatu und beide kommen darin überein, dass es wohl der Schatten eines Geistes gewesen sein muss. Und das, trotz mangelnden Sonnenscheins. Die abschließende und weitaus gewichtigere Überlegung bleibt: Wessen Geist da Schatten warf?

Lenz trennt Flatu // im Zwiegespräch

Flatu wählt die Nummer von Lenz und teilt ihm mit, dass er bald richtig losgehen wird. Lenz findet das sehr gut und beschließt es ihm gleichzutun. Beide verlassen das Haus und wandern jeweils sehr weit voneinander entfernt in unterschiedliche Richtungen. Flatu trifft Torben Brot, der ihm sogleich weiterhelfen kann, indem er ihn sprechgesanglich enormen Schub verleiht. Lenz begegnet René Brett, der ihm empfiehlt in der Rhythmuserzeugung weiter am Ball zu bleiben. Flatu bedankt sich in mustergültiger Gereimtheit, Lenz ist sich nicht sicher. Er entscheidet sich dafür, nichts zu sagen. Beide wandern weiter.

Der Pfad wird schmaler. Die Bekiesung weicht. Das Randgras wird höher. Ein grüner Tunnel aus Blattwerk liegt vor ihnen. Der Fußweg leuchtet in feinstem Beige. Flatu geht neugierig weiter, Lenz kehrt um. Er hält sich prinzipiell aus Wäldern raus.

Torfbrot und Rehbrett erkennen an – Mutanten Elvis

René war diesmal allein unterwegs, geriet in ein verstrahltes Sperrgebiet und traf: Mutanten Elvis. Ein toller Tag. Und obwohl jetzt die Gesichtshaut juckt und komische rote Pusteln blühen, ist Rehbrett um eine musikalische Delikatesse reicher. Das hat sich aber gelohnt. Chapeau, liebste Mutanten-Feinde!


Torfbrot und Rehbrett erkennen an – Daisy Overload

Torfbrot und Rehbrett haben es mal wieder krachen lassen. Und zwar zusammen mit ihren Freunden von DaisyOverload – von den beiden liebevoll DaisyVoldemort genannt. Leider schlugen die Ausnahmekünstler Torben Brot und René Brett erst zur Afterparty von MENSCH MASCHINE auf, haben sich aber alles haarklein erzählen lassen. Ihr Fazit: Diese künstlerische Leistung müssen wir notgedrungen anerkennen.

gÄNSEBLÜMCHENüBERLASTUNG – MENSCHMASCHINE from Daisy Voldemort auf DuTube.

Außerdem mehr zu Torfbrot und Rehbrett.

Unmögliches verunmöglichen

Da werde ich lieber Staunen, bevor ich das sehe. Und ich stehe aber doch wieder in Bramsche, diesem feinen Örtchen. Thilo P. ist da und schüttelt mir voller Enthusiasmus die Hand.
Robert S. kommt hinzu.
Wir schmücken gemeinsam die Große Straße mit Girlanden. Es soll schließlich ein schöner Abend werden.
René und Ute fehlen.
Haben sich nicht blicken lassen, diese Sauhunde. Was soll’s! Mehr als vier, ist sowieso ein Deppenhaufen. Langsam beginnt es zu dunkeln. Immer mehr Menschen strömen herbei.
Leises Gemurmel.
Nichts von Belang. Später beginnt einer zu singen. Ich wende mich ab und wandere auf die Felder hinaus. Dem Sonnenaufgang entgegen.

Zum Ausklang II.zomb

Dunkel erhebt sich der silbriger Ritter aus eisigem Grab. Müde zupft er den Federhandschuh zurecht. Dann macht er sich auf die Tierwelt zu kurieren – der warmherzige Zombie und Phantast. Er will den kranken Seeadler heilen und den verschnupften Gockel pflegen, den schläfrigen Löwen kraulen und den verwirrten Rotfuchs entmannen. Damit der wieder zu sich findet.
Eine ausgesprochen gutmütige Art wohnt da im madenzerfurchten Hirn des baumlangen Recken. Und das ist es auch, worauf es ankommt. Denn der immensen Hingabe eines liebenden Zombies und Ritters, ist kaum etwas entgegenzusetzen. Somit wird er wohl erfolgreich sein.
Und dann?
Er wird wieder hinabsteigen. Die Tiere werden feiern und der Wald wird ihn vergessen. Doch mancheiner wird sich erinnern an den fauligen Medicus, der stets in der größten Not zu den Tieren kam.